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Egal, an wie vielen Netzwerktreffen und Pitching-Sessions man schon teilgenommen hat – eine gewisse Aufregung ist immer mit dabei. Wenn dann auch noch eine Anfrage für eine Keynote dazu kommt, der man spontan zusagt, dann ist die Nervosität sicher.

Genau das ist mir bei der letzten PIER 4-Pitching-Session von tech2b passiert.

Sie fand am 13. Juni bei der MKW Kunststofftechnik in Weibern (Oberösterreich) statt – ein Heimspiel für uns AISEMOs! Neben sechs anderen Start-ups aus Deutschland uns Österreich habe ich nicht nur AISEMO und unsere Digitalisierungslösung gepitcht, sondern auch meine erste Keynote zum Thema „Innovation trifft Tradition“ gehalten.

In diesem Bericht möchte ich einen kleinen Einblick in die Inhalte der Keynote geben und mein Fazit zum Event teilen.

In diesem Artikel …

Was ist Tech2b und was bedeutet PIER 4?

Tech2b versteht sich als Start-up-Inkubator für Innovationen aus Oberösterreich. Mit PIER 4 möchte die Organisation Start-ups mit großen oberösterreichischen Unternehmen vernetzen. Sie sind immer auf der Suche nach neuen Innovationsprojekten, die mit ihrem Schiff am Pier anlegen möchten. 

Wer also nach Kooperationsmöglichkeiten sucht – egal ob als Start-up oder Unternehmen in Oberösterreich – sollte mit tech2b Kontakt aufnehmen!

Meine Keynote: „Innovation trifft Tradition“

Mein persönliches Highlight des Tages war meine erste Keynote zum Thema „Innovation trifft Tradition“. Dabei habe ich über die Entwicklung meines ersten Start-ups „Smartbow“ erzählt. 

Statt Spritzgussmaschinen überwachten Sensoren die Gesundheit von Rindern. Die Idee kam mir bei der Arbeit in meinem eigenen Betrieb: Es wäre doch praktisch, die Gesundheit meiner Milchkühe digital zu überwachen und Krankheiten schon im Voraus zu erkennen, noch bevor die Milch einer erkrankten Kuh entsorgt werden muss. 

Predicitive Health Detection für Milchkühe

So entwickelte ich einen Sensor für Ohrmarken, zur Lokalisierung und Erfassung der Bewegungsdaten im Tagesverlauf sowie Machine-Learning-Algorithmen zur Ermittlung von Verhaltensänderungen.

Das Produkt war so erfolgreich, dass sich eine Partnerschaft mit einem Unternehmen in den USA ergab. Bei der Zusammenarbeit mit einem großen Hersteller von Tierarzneimitteln traf schließlich Innovation auf Tradition.

Innovation trifft auf Tradition, oder: The Big Fail

Ein agiles, flexibles Start-up traf auf einen Konzern mit starren Strukturen und langen Entwicklungs-Zyklen. Ein brandneues, erklärungsbedürftiges Produkt traf auf ein Unternehmen mit etabliertem Marktzugang. Diese Zusammenarbeit ging nicht lange gut. 2019 entschied ich mich für den Ausstieg.

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Meine Learnings

Aus der Zeit mit Smartbow habe ich unglaublich viele wichtige Erfahrungen mitgenommen. Manchmal bin ich wehmütig über die spannende Zeit. Aber daraus ist auch AISEMO entstanden und ich habe mir einige Learnings mitgenommen.

Die will ich mit allen UnternehmerInnen und denen, die es noch werden möchten, teilen:

  • Hört nicht auf, euer Unternehmen weiter zu entwickeln – Lebt Innovation und lernt aus Fehlern.
  • Wachstum geht einher mit Transformation, also erfindet euch immer wieder neu.
  • Es ist nicht immer einfach, aber verfolgt eure Ideen beharrlich.
  • Habt Mut und Vertrauen in euch selbst, denn nur so kann etwas wirklich Großes entstehen. 

Die anderen Start-ups beim Event – mein Review

Bei dem Event waren außerdem insgesamt sieben Start-ups aus Österreich und Deutschland dabei. Neben AISEMO waren das:

  • SmapOne: Wollen die Digitalisierung von unternehmensinternen Prozessen erleichtern
  • Plasmics: Entwickeln einen Multimaterial-3D-Drucker inklusive Machine-Learning-Konzept für die dezentralisierte Herstellung von Produkten und Ersatzteilen
  • Wastics: Helfen Unternehmen dabei, Entsorgungskosten zu reduzieren, indem sie das betriebliche Abfallmanagement digitalisieren
  • Fox & Eagle: Eine Plattform für die Suche nach MitarbeiterInnen mithilfe eines branchen- und unternehmensübergreifenden Talent-Scout-Netzwerks
  • Partium: Nutzen KI, um die Identifikation bzw. Suche von Produkten und Ersatzteilen in der Industrie zu erleichtern
  • Vuframe: Bieten ein Tool, mit dem CAD-Dateien in kurzer Zeit in 3D-Demos für Tablets oder VR-Brillen umgewandelt werden können

Ich persönlich finde es unglaublich interessant, welche verschiedene Ideen es gibt, um Prozesse zu digitalisieren oder KI einzusetzen.

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Unternehmensinterne Prozesse digitalisieren

Die Lösung von SmapOne ist besonders großartig, weil jeder einzelne Mitarbeiter damit selbst Prozesse erleichtern kann. Ohne Programmierkenntnisse können damit Abläufe unabhängig von der Abteilung digitalisiert werden – sehr praktisch!

Diese einfache Bedienbarkeit für alle war uns auch bei der Software AISEMO Analytics wichtig.

Intelligente Ersatzteilsuche

Aus der Sicht der Produktentwicklung würde ich gerne mehr über die KI-Technologie von Partium erfahren. Das Start-up hat eine KI-Technologie entwickelt, die bei der Suche nach Ersatzteilen unterstützt. Dabei kann sowohl mit Text und Tags als auch mit Bildern gesucht werden.

Die Lösung hat viele Anwendungsfelder und auch ein Tool zur Analyse des Suchverhaltens: Partium Analytics - Kommt mir bekannt vor 😉 

Recruiting mit einer Talent-Scout-Community

Jedenfalls einen Versuch wert ist die Crowd-Recruiting-Lösung Fox & Eagle. Die Plattform basiert auf einer Community aus Talent Scouts (Eagles), welche offene Stellen an potentiell passende Bewerber weiterleitet. Das Auswahlverfahren wird direkt durch die Arbeitgeber (Foxes) durchgeführt.

Von einer Vereinfachung des Recruiting-Prozesses kann wohl jedes Unternehmen profitieren, egal ob Start-up, KMU oder Großkonzern. 

Flexibler 3D-Druck

Sehr praktisch finde ich die Vorstellung, einen Multimaterial-3D-Drucker von Plasmics zu haben, der bei Bedarf einfach Ersatzteile nachdrucken kann. Natürlich ist das für medizinische Geräte oder kurzfristig notwendige Maschinenteile am meisten hilfreich. Die Möglichkeit, Sportausrüstung und dazu passende Bausteine zu drucken, stelle ich mir aber auch besonders nützlich vor. 

Schnelle 3D-Visualisierungen für VR-Brillen oder Tablets 

Interessant für unsere Sales-Abteilung ist die Lösung von Vuframe. Sie haben ein Tool entwickelt, das aus CAD- oder 3D-Daten selbstständig eine 3D-Visualisierung erstellt, die man mit Tablet oder VR-Brille ansehen kann. Es wäre spannend, nicht nur unseren SensorTag, sondern auch eine ganze Spritzguss-Maschine inklusive der AISEMO-Installation mit VR-Brille auf einer Messe zu zeigen!

Das Fazit zum erfolgreichen Event

Für mich war die PIER 4-Pitching-Session ein wirklich besonderes und abwechslungsreiches Event. Einerseits, weil es nicht nur in meiner Heimat Weibern stattgefunden hat, sondern im Gebäude der MKW, wo auch das AISEMO-„Hauptquartier“ ist. Unser Head of Sales and Customer Success, Marco Kner, hatte deshalb die Gelegenheit, AISEMO Analytics direkt in der Maschinenhalle live zu präsentieren! 

Andererseits, weil ich einen Pitch und eine Keynote halten durfte. Dabei konnte ich hoffentlich meine große Begeisterung und Erfahrungen als Unternehmer weitergeben und die anderen Start-ups inspirieren und motivieren. 

Deshalb möchte ich ein großes Danke an tech2b für dieses Event und eine Weiterempfehlung an alle oberösterreichischen Start-ups für die Teilnahme am PIER 4-Netzwerk aussprechen!

Mehr über tech2b und ihren Bericht über die Session finden Sie hier

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